Stellungnahme zu verschiedenen Presseartikeln, in denen unsere Burschenschaft mit einem „Aktionsbüro Mittelrhein“ in Verbindung gebracht wird

In verschiedenen Presseartikeln und Fernsehbeiträgen wurde eine Person, gegen die im Rahmen von staatsanwaltschaftlichen Untersuchungen gegen ein „Aktionsbüro Mittelrhein“ ermittelt wird, mit uns in Verbindung gebracht.

 

Wir stellen dazu fest:

 

Diese Person, Herr D., ist und war nie ordentliches Mitglied unserer Studentenverbindung. Herr D. ist lediglich während seiner Schulzeit ein Gast der Verbindung gewesen. Aufgrund seiner Besuche wurde ihm ein Gaststatus (Schülerfuchs) eingeräumt. Nachdem er sich für einen Ausbildungsberuf entschieden hatte, wurde er bereits zum Jahreswechsel bei uns gestrichen. Bei uns können seit jeher satzungsgemäß nur ordentlich eingeschriebene Studenten beziehungsweise Akademiker Mitglied werden. Bei uns wurde Herr D. zudem nie politisch in eine bestimmte politische Richtung auffällig.

 

Die Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn lehnt jegliche Form des Extremismus entschieden ab. Bereits seit ihrer Gründung 1817 tritt sie ein für ein freiheitlich-demokratisches Gemeinwesen, wie es auch im Grundgesetz verankert ist. Ihre 130 Mitglieder setzen und setzten sich aus den unterschiedlichsten politischen Richtungen zusammen. Wir stellen es unseren Mitgliedern ausdrücklich frei, sich im Rahmen der  geltenden Gesetze nach ihrem Ermessen politisch und gesellschaftlich zu engagieren. Bei uns herrscht das freie Wort und Meinungspluralismus! Unsere Mitglieder, insbesondere auch die über 20 jungen Studierenden, engagieren sich daher in den verschiedensten demokratischen Parteien und zivilgesellschaftlichen Gruppen.

 

Zu einem „Aktionsbüro Mittelrhein“ oder einer Kameradschaft Mittelrhein indes gibt es keinerlei Kontakte. Die Ermittlungen in dem besagten Verfahren richten sich auch nicht gegen die Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn, wie in einigen Presseorganen mehr oder minder reißerisch insinuiert wurde. Unsere Burschenschaft ist überhaupt kein Gegenstand in dem besagten Verfahren, wie uns auch von entsprechenden Stellen bestätigt wurde.


Wir respektieren die Freiheit der Presse, die auch und gerade unsere Bundesbrüder mit größten persönlichen Opfern seit unserer Gründung 1817 erstritten haben. Verleumderische Beiträge jedoch weisen wir zurück! Wir fordern die Presse daher nachdrücklich dazu auf, ihrem Auftrag gerecht zu werden und sorgfältig, nach bestem Wissen und Gewissen zu berichten!

 

(Stand 21. Juli 2012)

  

 

Stellungnahme zu verschiedenen Presseartikeln, in denen ein Mitglied unserer Burschenschaft angegriffen wurde

In verschiedenen Presseartikeln und Fernsehbeiträgen wurde ein Beitrag zu einer internen Diskussion innerhalb unserer Burschenschaft wahrheitswidrig als „Hetze“ gegen einen NS-Widerstandskämpfer dargestellt.


Wir stellen dazu fest, dass unsere Burschenschaft jegliche Form des Extremismus entschieden ablehnt und das Eintreten gegen diktatorische und verbrecherische politische Systeme ausdrücklich befürwortet. Dies mahnt uns auch unsere eigene Geschichte: seit ihrer Gründung tritt die Alte Breslauer Burschenschaft der Raczeks zu Bonn ein für eine freiheitlich-demokratische Rechtsordnung. In unseren Reihen setzen sich seit jeher Vertreter der verschiedensten politischen Richtungen für das Wohl unseres Vaterlandes ein, darunter zahlreiche Abgeordnete der Frankfurter Paulskirche und nachfolgender demokratischer Parlamente. Die Freiheit der Forschung und der Lehre, die Meinungs- und Pressefreiheit sind uns Auftrag und unantastbare Güter. 

 

Wir respektieren die Freiheit der Presse, die auch und gerade unsere Bundesbrüder mit größten persönlichen Opfern erstritten haben. Verleumderische Schmähkritik jedoch weisen wir zurück und treten ihr entschlossen entgegen. Aus dem Zusammenhang gerissene Zitate und unwahre Tatsachenbehauptungen der Presse mussten den Eindruck erwecken, unsere Burschenschaft oder einzelne Mitglieder würden das Andenken der historischen Person Dietrich Bonhoeffer herabsetzen. Dies entspricht nicht den Tatsachen!


Echte Meinungsfreiheit bedeutet, dass erlaubt sein muss, auch zu kontroversen Themen diskutieren zu können. Dies bestätigte auch das Bundesverfassungsgericht, das feststellte:


„In einem pluralistisch strukturierten und auf der Konzeption einer freiheitlichen Demokratie beruhenden Staatsgefüge ist jede Meinung, auch die von etwa herrschenden Vorstellungen abweichende, schutzwürdig.“ (Bundesverfassungsgericht, BVerfGE, 33, 1 (15))


Ferner weisen wir die Behauptung, unsere Burschenschaft habe zum Burschentag 2011 in Eisenach Anträge auf Einführung eines „Ariernachweises“ gestellt, als unwahr zurück. Die von uns gestellten und vor Verabschiedung zurückgezogenen Anträge sind nachweislich einzig und allein auf die Klärung und Durchsetzung der damaligen Satzungslage des Verbandes Deutsche Burschenschaft gerichtet gewesen und entsprachen weitestgehend dem ehemaligen Staatsangehörigkeitsrecht der Bundesrepublik Deutschland.


Wir fordern die Presse daher auf, ihrem Auftrag gerecht zu werden und sorgfältig, nach bestem Wissen und Gewissen zu berichten!


(Stand 17. April 2012)